Vorkommen und Gefahren

Probleme mit Legionellen treten insbesondere in grossen Gebäuden wie Sporthallen, Hotels, Spitäler, Fitnesscenter, Schwimmbäder, Mehrfamilienhäuser oder Verwaltungsgebäuden auf.

Legionellen - Bakterien leben vornehmlich im Wasser, in Flüssen und Seen aber auch in künstlichen Systemen wie Wasserleitungen, Kühl- und Klimaanlagen, Whirlpools, Heil- und Schwimmbädern, Kühltürmen, Abwässern und Zierspringbrunnen. Die Bakterien vermehren sich bei Temperaturen zwischen 25°C und 45°C und können hohe Temperaturen bis zu 63°C überleben. Die Verdoppelungszeit beträgt im Idealfall vier Stunden, d.h. Legionellen können sich innerhalb von zwei Tagen um das 4000-fache vermehren. Infektionen entstehen durch Einatmen von legionellenhaltigen Aerosolen (kleinste Wassertröpfchen) die beim Duschen, gewissen Luftbefeuchtern und Klimaanlagen entstehen.

Besonders gefährdet sind Personen über 50 Jahren, Männer, Raucher und Personen mit einem angeschlagenen Immunsystem (z.B. Diabetes, Krebs). Die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt in der Regel 2 bis 10 Tage. Nicht alle Erkrankungen führen zur Lungenentzündung. Leichtere Formen der Erkrankungen führen zu grippeartigen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen oder Abgeschlagenheit, die nach 2 – 5 Tagen wieder abklingen. Diese leichtere Erkrankung wurde aufgrund eines massenhaften Auftretens in einem Gebäude in Pontiac Michigan auch als "Pontiac Fieber" bezeichnet. Als weitere Symptome kommen in Betracht: Trockener Reizhusten, Brustschmerzen und hohes Fieber von 39°C – 41°C.